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Sitzungsarchiv Neufraunhofen

Haushaltsplan 2020 der Gemeinde Neufraunhofen

Der Gemeinderat Neufraunhofen hat den Haushaltsplan für das Jahr 2020 einstimmig beschlossen. Bürgermeister Anton Maier stellte das umfassende Zahlenmaterial in der Sitzung ausführlich vor. Besonders für die neu gewählten Mitglieder des Gemeinderates ging er dabei auf die Besonderheiten des kommunalen Finanzsystems der „Kameralistik“ ein.

Im Jahr 2019 konnte mit 244.585 Euro eine erfreulich hohe Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt erreicht werden. Allerdings musste für die Finanzierung von Investitionsmaßnahmen auf einen Teil der Rücklage zurückgegriffen werden.

Wie sich die öffentlichen Haushalte als Folge der Coronakrise entwickeln, ist derzeit noch nicht absehbar. Für 2020 erwartet die Gemeinde noch keine gravierenden Auswirkungen, da die Eckpunkte der Einnahmen vorsichtig bzw. auf feststehende Zahlen geplant wurden. Ab 2021 wird mit einigen Verschiebungen im Bereich der Gewerbesteuer, der Kreisumlage, der Einkommensteuerbeteiligung und der Schlüsselzuweisungen zu rechnen sein.

Der Haushaltsplan schließt im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit jeweils 2.171.000 Euro ab. Im Vermögenshaushalt belaufen sich die Einnahmen und Ausgaben auf jeweils 3.012.000 Euro. Kreditaufnahmen sind nicht erforderlich. Die Hebesätze für die Grundsteuer und die Gewerbesteuer bleiben unverändert.

Die größten Einnahmen sind die Beteiligung an der Einkommensteuer mit 608.500 Euro und die Schlüsselzuweisungen mit 440.300 Euro. Im Ausgabenbereich fallen für Personalkosten 592.200 Euro an. Umlagen sind an den Landkreis Landshut mit 472.500, an die Verwaltungsgemeinschaft Velden mit 113.200 und an den Schulverband Velden mit 153.900 Euro zu leisten. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt ist auf 224.300 Euro kalkuliert.

Im Vermögenshaushalt sind Mittel für die Fertigstelle der Lagerhalle des Bauhofs, die Sanierung des früheren Schulhauses Hinterskirchen, für Straßenbaumaßnahmen sowie für Sanierungen im Bereich der Wasser- und Abwasserbeseitigung vorgesehen.

Ebenfalls einstimmig wurden die Finanzplanung und das Investitionsprogramms für die Folgejahre beschlossen.

Für die umfassende Sanierung des früheren Schulhauses in Hinterskirchen laufen intensive Planungen. Der Gemeinderat stimmte dem in einer Projektierungsrunde besprochenen Vorschlag zu, wonach die Ausschreibungen bis spätestens Ende September erfolgen sollen. Baubeginn ist in der Hoffnung auf günstigere Preise möglichst rasch im Jahr 2021.

Zu verschiedenen aktuellen Themen berichtete Bürgermeister Anton Maier Abschluss im Informationsteil. Abschluss fand die Sitzung mit nichtöffentlichen Grundstücksangelegenheiten.

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