Aus der Sitzung des Gemeinderats Neufraunhofen vom 04.05.2026
von Verena Meindl
Die erste Sitzung des Gemeinderates Neufraunhofen in der Wahlperiode 2026 bis 2032 war von einer langen Tagesordnung mit vielen Formalien geprägt. Künftig werden neben dem Bürgermeister wieder zwei Stellvertreter die Gemeinde repräsentieren. Gemeinderat Andreas Art wurde zum zweiten Bürgermeister gewählt und Stefanie Kammerbauer fungiert künftig als dritte Bürgermeisterin.
Der wieder gewählte Bürgermeister Anton Maier begrüßte mit Stefanie Brünjes, Andreas Dachs, Bernhart Ippenberger, Martin Lanzinger und Antonia von Soden-Fraunhofen fünf neue Mitglieder. Ebenso beglückwünschte er mit Christoph Aigner, Andreas Art, Norbert Eglhuber, Ramona Franke, Thomas Gerauer, Stefanie Kammerbauer und Daniel Zur zu ihrer erfolgreichen Wiederwahl in den Gemeinderat.
Zu Beginn der neuen Sitzungsperiode war es dem neuen Bürgermeister Anton Maier wichtig, auf verschiedene Dinge besonders hinzuweisen. Im Vordergrund des Handelns und der Arbeit im Gemeinderat steht das Wohl der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Neufraunhofen. Eigennutz, Partei- und Gruppeninteressen sind hintenanzustellen. Die bestmögliche Lösung für die Bürger sei das Ziel, auch wenn das nicht immer erreichen könne. Das Wünschenswerte werde begrenzt durch das Sinnvolle und schließlich durch das Machbare. Das Wirken des Gemeinderates betrifft die Mitbürger direkt und unmittelbar so der Bürgermeister. Deshalb werden die Gemeindevertreter mit den Folgen ihrer Beschlüsse sehr schnell konfrontiert. Im Wesentlichen sollte jedes Gemeinderatsmitglied kompromissfähig und lösungsorientiert sein. Nicht alle Entscheidungen werden einstimmig fallen. Dennoch muss es für jeden Gemeindevertreter selbstverständlich sein, demokratische Prinzipien zu akzeptieren, diesen zu folgen und gegebenenfalls auch zu vertreten. In den letzten Jahrzehnten herrschte im Gemeinderat Neufraunhofen immer eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gebietsbezogenes Denken zwischen den Gemeindeteilen gab es nie und darf es auch in Zukunft nicht geben. Dies solle in Zukunft das gemeinsame Ziel sein.
Anschließend nahm der Bürgermeister den neu gewählten Mitgliedern des Gemeinderates den vorgeschriebenen Eid ab.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat, wieder einen zweiten und einen dritten Bürgermeister zu wählen. Aus der geheimen Wahl ging Andreas Art mit zwölf von dreizehn abgegebenen Stimmen hervor. Dritte Bürgermeisterin ist Stefanie Kammerbauer, die ebenfalls zwölf von dreizehn Stimmen erhielt. Die beiden neu gewählten Stellvertreter bedanken sich für das Vertrauen.
In der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Velden wird die Gemeinde Neufraunhofen neben dem ersten Bürgermeister künftig von Christoph Aigner und Andreas Dachs vertreten. Der erste Bürgermeister wird als sogenanntes „geborenes Mitglied“ in die Verbandsversammlung des Schulverbandes Velden entsandt. Die örtliche Rechnungsprüfung nehmen in dieser Wahlperiode Ramona Franke, Daniel Zur und Martin Lanzinger vor. Für die Belange der Jugend stellte sich Stefanie Brünjes als Jugendreferentin zur Verfügung. Norbert Eglhuber übernahm den Aufgabenbereich Senioren und Behinderte.
Beim Erlass der Geschäftsordnung für die neue Wahlperiode orientierten sich die Gemeinderatsmitglieder am Muster des Bayerischen Gemeindetages. Das umfangreiche Werk konnte zügig durchgearbeitet werden. Die Sitzungen finden in der Regel am ersten Montag jeden Monats um 19.30 Uhr statt. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben wird für die Teilnahme an den Sitzungen eine pauschale Entschädigung gezahlt, die auf dreißig Euro je Zusammenkunft festgelegt wurde. Die Geschäftsordnung und die Regelung der Satzung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts wurden einstimmig beschlossen.
Im Informationsteil gab der Bürgermeister neben den folgenden Sitzungsterminen einige weitere Termine bekannt, zu denen er die Teilnahme des Gemeinderats erbat. Zudem berichtete der Bürgermeister über die Ereignisse und Veranstaltungen, die er seit der letzten Gemeinderatssitzung besuchen durfte. Dazu zählen der Schützenball der Edelweißschützen Hinterskirchen, die Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Georgenzell, das Gesamtbairische Tanzfest, der Theobaldimarkt und das traditionelle Maibaumaufstellen, für dessen Bewirtung in diesem Jahr die Feuerwehren Neufraunhofen und Georgenzell gemeinsam verantwortlich zeichneten.
Abschluss fand die Zusammenkunft mit einem nichtöffentlichen Teil, in dem verschiedene Personalangelegenheiten zu beraten waren.
Foto: Die drei Bürgermeister der Gemeinde Neufraunhofen
