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Roswitha Maierthaler nach 25 Jahren als Leiterin der Kindertagesstätte verabschiedet

von Gabi Wegener

Eine Blume von jedem Kind ließen die eine oder andere Freudenträne fließen
Eine Blume von jedem Kind ließen die eine oder andere Freudenträne fließen
Arbeitstage nie langweilig“
Roswitha Maierthaler nach 25 Jahren als Leiterin der Kindertagesstätte verabschiedet
Von Peter Köppen

Neufraunhofen. Am Donnerstagvormittag wurde Roswitha Maierthaler verabschiedet, die langjährige Leiterin der Kindertagesstätte. Ansprachen, Lieder und Gedichte prägten die fröhliche Feier, an der alle drei Bürgermeister, der gesamte Elternbeirat und viele Mütter und einige Väter teilnahmen.
 
Roswitha Maierthaler war als diplomierte Erzieherin zunächst in München und dann in Velden tätig, wie Bürgermeister Bernhard Gerauer in seiner Ansprache aufzählte. 1994 übernahm sie den neu erbauten Kindergarten Neufraunhofen als dessen erste Leiterin und führte diesen bis zu ihrer Verabschiedung am 25. Juli. Der Bürgermeister schilderte Maierthaler als engagierte Chefin, welche die Kindertagesstätte positiv entwickelt habe, dabei einen persönlichen Stil gepflegt habe und doch den Aufgaben stets gewachsen gewesen sei. Sehr persönlich wurde Gerauer, als er seine Kindergartenchefin letztlich verabschieden musste und ihr den Dank der Gemeinde aussprach.Zuvor hatte sich das Kindergartenteam unter Leitung der künftigen Chefin Ulrike Kaindl zusammen mit den Buben und Mädchen der beiden Kindergartengruppen und der Krippe anrührend verabschiedet. Das selbst getextete Lied bezog sich direkt auf Roswitha Maierthaler und war schwungvoll und kräftig vorgetragen worden. In Gedichtform dankte letztlich jedes Kind persönlich mit einer Blume, was bei der bisherigen Leiterin der Kindertagesstätte die eine oder andere Freudenträne auslöste. Aber auch sie hatte für „ihre“ Buben und Mädchen eine Überraschung parat: Jedes Kind erhielt ein kleines Teddybärchen mit Tasche, in der sehr persönliche Grüße und Bemerkungen versteckt waren.
„Keinen Mucks verraten“

In der Zwischenzeit hatte der Elternbeirat unter Leitung der rührigen Vorsitzenden Antonia Gräfin von Soden-Fraunhofen im Garten mit einem Spalier den offiziellen Teil der Verabschiedung eröffnet. In schicken Dirndln sangen die Damen des Elternbeirats in bairischer Mundart ein Lied zum Abschied. Diakon Uli Hümmer sprach als Vertreter der Pfarrgemeinde und meinte: „Ich bin traurig, dass Sie gehen.“ Er verglich die Kindergartenchefin mit einer Königin, welche die Bewohner ihres Bienenstaats 25 Jahre lang fürsorglich behandelt habe.Ein bisschen wehmütig war der Hauptperson des Abschieds bei ihrer Ansprache zumute: „Die ganze Bandbreite an Gefühlen und Emotionen“ hätten sie überwältigt. Maierthaler berichtete von den Geheimnissen der vergangenen Wochen in der Kindertagesstätte, in denen sie bestimmte Räume nicht mehr betreten durfte und davon, dass auch die Buben und Mädchen „keinen Mucks“ von der Abschiedsfeier verraten hätten. Sie dankte den Eltern, dem Elternbeirat, ihren Kolleginnen, dem Bürgermeister und den vielen Institutionen rund um ihren Kindergarten. Nach 43 Berufsjahren – davon 25 Jahre in Neufraunhofen – beschrieb sie ihre Arbeitstage als „lustig, amüsant, heiter, interessant ..., manche aber auch als anstrengend, stressig und nervig“. Eines hätten alle Tage gemeinsam gehabt: Sie seien nie langweilig gewesen. „Trotzdem trete ich die Verantwortung nun gerne an meine Nachfolgerin Uli Kaindl ab und wünsche ihr ein glückliches Händchen“, schloss Roswitha Maierthaler. Mit Liedern und Gesprächen lief schließlich die fröhliche Abschiedsfeier aus. Ein liebevoll hergerichtetes kaltes Buffet veranlasste die vielen Gäste zum Bleiben.

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