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Keine Castorbehälter im Zwischenlager Isar

von Franziska Höfelschweiger

Insgesamt 26 Castor-Behälter mit hoch radioaktiven Abfällen aus den Wiederaufbereitungsanlage Sellafield (Großbritanien) und La Hague (Frankreich) sollen nach den Planungen des Bundesumweltministeriums und der Energieversorgungsunternehmen in die vier atomare Zwischenlageverteilt Isar (Niederaichbach), Brokdorf, Biblis und Philippsburg in Deutschland eingelagert werden. Keines der vier ausgewählten Zwischenlager verfügt über die sicherheitstechnischen Voraussetzungen, um den Atommüll dauerhaft zu lagern.

Der Landkreis Landshut, der Markt Essenbach und die Gemeinde Niederaichbach haben den Verantwortlichen deutlich gemacht, dass das Brennelementebehälterlager Niederaichbach für die Einlagerung nicht zur Verfügung steht, da die Sicherheitseinrichtungen für einen eventuell undichten Fremdcastorentyp nicht vorhanden sind.  Die Castoren sollen dort eingelagert werden, wo alle bisher zurückgelieferten Castoren eingelagert wurden, nämlich im Zwischenlager Gorleben in Niedersachsen. Dieses Zwischenlager wurde auch eigens dafür geplant, genehmigt und gebaut. Im Zwischenlager in Gorleben bestehen ausreichend Einlagerungskapazitäten. Es besitzt eine sog. "heiße Zelle", die für 13 Millionen Euro aufwendig errichtet wurde und genau für den verwendeten Castorentyp ausgerichtet ist, das heißt, dass bei Undichtigkeit dieser wieder hinreichend repariert werden kann. Die Gemeinde Gorleben akzeptiert die Aufnahme der Castoren in das dortige Zwischenlager, jedoch behindern politische Egoismen diese einfache Lösung.

Die Gemeinde Niederaichbach hat einen Rechtsanwalt beauftragt, die Änderungsgenehmigung für die Einlagerung von Fremdcastoren zu verhindern. Außerdem wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um weiteren für die Gemeinde Niederaichbach negativen Entwicklungen direkt entgegenzuwirken, sowie dem Rechtsanwalt zuzuarbeiten und die sog. ASKETA (= Zusammenschluss aller Standortgemeinden mit kerntechnischen Anlagen, Vorsitz 1. Bürgermeister Josef Klaus) so gut es geht zu unterstützen. Weiter wird aktuell eine breit angelegte Unterschriftenaktion mit dem Ziel durchgeführt, uns hierdurch Gehör in Berlin bei den verantwortlichen Stellen verschaffen zu können.

Die Unterschriftenliste liegt im Rathaus Velden, Zimmer 13 und in den Kanzleien der Gemeinden Wurmsham und Neufraunhofen aus. Sie ist zur eigenen Verwendung und Weiterverbreitung dieser Veröffentlichung als Anhang beigefügt.

Eine Unterschriftenaktion findet ferner online auf https://www.openpetition.de statt, mit dem Ziel unsere Initiative bundesweit zu verbreiten. Je mehr Unterschriften, desto größer wird das politische Gewicht.

Informationsblatt Unterschriftenliste

 

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