Fotolia-Lizenzfoto #

Freistaat Bayern ehrt die Firma Brandl aus Neufraunhofen

von Franziska Höfelschweiger

Im Rahmen des Blaulichtempfanges der bayerischen Staatsregierung wurden in Deggendorf die in Neufraunhofen ansässige Brandl GmbH sowie drei weitere Betriebe aus Niederbayern und der Oberpfalz für ihre überaus unterstützende Haltung gegenüber ehrenamtlichen Organisationen und deren Helfern geehrt.

„Bei uns in Bayern können wir uns sehr sicher fühlen. Und falls doch einmal etwas passiert, ist immer jemand zur Stelle. Der Dank dafür gebührt allen, die bei Polizei, Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und freiwilligen Hilfsorganisationen Dienst für die Gemeinschaft leisten.“ Mit diesen Worten würdigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann beim Blaulichtempfang in Deggendorf Einsatzkräfte aus Niederbayern und der Oberpfalz. Das Motto der Veranstaltung sei mit „Sicheres Bayern“ gut gewählt, betonte der Minister. „Hundertprozentige Sicherheit kann zwar niemand garantieren, aber wir demonstrieren in Bayern Jahr für Jahr, dass mehr Sicherheit möglich ist“, verkündete der Minister stolz.

Freuen sich über die Auszeichnung: Seniorchefin Irmgard Brandl, Petra und Robert Brandl. Unter den Gratulanten waren auch Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (links) und der Bürgermeister der Gemeinde Neufraunhofen, Bernhard Gerauer (rechts) sowie der Ortsbeauftragte der Veldener Malteser, Carl Graf von Soden-Fraunhofen

Foto: Robert Brandl mit Innenminister Joachim Herrmann


Unter Sicherheit sei aber bei Weitem nicht nur die Verhinderung von Straftaten, sondern die Hilfe in allen Notlagen zu verstehen, wie der Minister erläuterte. Hier könne sich Bayern auf ein starkes Netzwerk aus freiwilligen Hilfsorganisationen, Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, Bundeswehr, Bundespolizei und Bayerischer Polizei verlassen. „Wir können uns in Bayern wahrlich glücklich schätzen, ein so gut aufgestelltes Gefahrenabwehr- und Hilfeleistungssystem zu haben“, betonte der Innenminister. „Unsere Welt wird allerdings immer komplexer. In den letzten Jahren sind ganz neue Einsatzlagen entstanden. Dadurch wachsen auch die Anforderungen an die Einsatz- und Führungskräfte immer stärker. Dem Freistaat ist es deshalb ein echtes Anliegen, den hohen Standard bei der Ausbildung und der Ausrüstung immer weiter zu verbessern und die Rahmenbedingungen optimal auszugestalten“, versicherte Herrmann. Genauso wichtig, wie die materielle Ausstattung seien aber auch Anerkennung und Respekt der Bevölkerung für das mutige Engagement der Helfer, wie der Minister ausführte: „Wir können niemand zwingen, Danke zu sagen, aber wir möchten ein Bewusstsein dafür schaffen, dass dieser Einsatz für unsere Sicherheit aller Ehren wert ist.“ Ein gutes Beispiel hierfür sei die bayernweite Kampagne „doppelt engagiert“, die zur Wertschätzung beitragen solle. Denn von den rund 450 000 Einsatzkräften die bei Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und freiwilligen Hilfsorganisationen aktiv sind, engagieren sich laut Herrmann rund 430 000 ehrenamtlich.

Die Kampagne solle auch Arbeitgebern zeigen, dass sich bei Mitarbeitern, die sich in den Blaulichtorganisationen betätigen, deren Leistungsfähigkeit, Teamfähigkeit, Stressresistenz und hohe Motivation immer auch vorteilhaft an ihren Arbeitsstellen auswirke. „Wer sich ehrenamtlich bei Hilfsorganisationen einsetzt, zeigt, dass er verlässlich ist, professionell und zielorientiert und damit ein Gewinn für jeden Betrieb. Doppelt wertvoll – für unsere Betriebe und die Menschheit in unserem Land“, so Herrmann. Im Gegenzug für das Verständnis, das viele Unternehmen den wegen Hilfseinsätzen oft auch kurzfristig fehlenden Mitarbeitern entgegenbrächten, verlieh Herrmann erstmalig in Bayern die neu geschaffene Auszeichnung „Ehrenamtsfreundlicher Betrieb – Gemeinsam für mehr Sicherheit“ an vier Unternehmen aus Niederbayern und der Oberpfalz. Mit der Auszeichnung wurden die Firmengruppe Max Bögl aus Neumarkt in der Oberpfalz, die F.EE Unternehmensgruppe aus Neunburg vorm Wald, die Krones AG aus Neutraubling und die Brandl GmbH aus dem Landkreis Landshut bedacht. Die vor fast fünf Jahrzehnten in Neufraunhofen durch Lambert Brandl gegründete Firma, deren Hauptbetätigungsfeld der Straßen- und Tiefbau ist, wurde vom Malteser Hilfsdienst aus Velden für die Auszeichnung vorgeschlagen. In der von Innenminister Herrmann vorgetragenen Laudatio wurde die verständnisvolle und unterstützende Haltung der Firmenleitung und des Geschäftsführers Robert Brandl gegenüber dem Malteser Hilfsdienst sowie der Feuerwehren besonders gewürdigt.

Freuen sich über die Auszeichnung: Seniorchefin Irmgard Brandl, Petra und Robert Brandl. Unter den Gratulanten waren auch Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (links) und der Bürgermeister der Gemeinde Neufraunhofen, Bernhard Gerauer (rechts) sowie der Ortsbeauftragte der Veldener Malteser, Carl Graf von Soden-Fraunhofen

Foto: Freuen sich über die Auszeichnung: Seniorchefin Irmgard Brandl, Petra und Robert Brandl. Unter den Gratulanten waren auch Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (links) und der Bürgermeister der Gemeinde Neufraunhofen, Bernhard Gerauer (rechts) sowie der Ortsbeauftragte der Veldener Malteser, Carl Graf von Soden-Fraunhofen

Quelle Text: Vilsbiburger Zeitung - Lokalteil Velden vom 08. Juni 2018; Quelle Bild: Archiv Velden

 

Zurück