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Breitbandausbau: Glasfaseranschluss für den Raum Hinterskirchen

von Redaktion

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Neufraunhofen. Der Ausbau der Breitbandversorgung beschäftigt die Gemeinde Neufraunhofen wie viele andere Kommunen seit einigen Jahren sehr intensiv. Für den Raum Hinterskirchen hat die Firma M-net den Zuschlag erhalten. Bedingt durch Schwierigkeiten bezüglich der Nutzung von Kabelverzweigern ist ein zeitlicher Verzug eingetreten.

Gerhard Krämmer von der Firma M-Net zeigte mit Karten das Ausbaugebiet im Raum Hinterskirchen auf. Es war aufgrund der technischen Voraussetzungen in das Los 1 mit dem Ausbau über Kabelverzweiger und nur zum Teil mit Glasfaser in die Gebäude und dem Los 2 mit einem Glasfaseranschluss in jedes Haus aufgeteilt. Insbesonders im Ort Hinterskirchen hätte es zwei Versorgungsbereiche mit unterschiedlicher Technik mit den entsprechenden hohen bzw. begrenzten Bandbreiten gegeben.

Die Problematik bei der Nutzung der Kabelverzweiger hat in der Gemeinde Neufraunhofen zum zeitlichen Verzug bei den Ausbauarbeiten geführt. Die Verantwortlichen der Gemeinde haben dagegen massiv interveniert. Für M-Net hätte die Möglichkeit zum Rückzug aus der vertraglichen Verpflichtung bestanden. Sie wird das als Tochtergesellschaft des großen Unternehmens Stadtwerke München nicht machen. Aus dieser Not hat das Unternehmen die Entscheidung getroffen, den Raum Hinterskirchen komplett mit Glasfaser in jedes Haus zu versorgen. Die erheblichen Mehrkosten werden von der Firma M-Net geleistet. Auf die Gemeinde kommen keine Mehraufwendungen zu.

Als nächster Schritt erhalten alle betreffenden Haushalte im Versorgungsgebiet noch im September ein gemeinsames Anschreiben der Gemeinde und der Firma M-net. Damit wird die neue Situation erklärt und empfohlen, die Chance für einen Glasfaseranschluss zu nutzen. Dazu sind rasche Rückmeldungen notwendig, weil die Arbeiten noch im Herbst 2017 soweit wie möglich vorangebracht werden sollen. Abhängig von der Witterung sollen die Arbeiten spätestens im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein.

Folgende Varianten der Umsetzung sind denkbar: Auftrag für einen Glasfaseranschluss und Buchung eines M-Net-Tarifs. Damit wird der Anschluss sobald als möglich bis in das Haus verlegt. Auftrag für Glasfaseranschluss und keine Buchung eines M-Net-Tarifs: Die Glasfaser wird bis an das Grundstück verlegt. Wird innerhalb von sieben Jahren nach Abschluss der Bauarbeiten ein M-Net-Tarif gewünscht, wird die Firma den Hausanschluss kostenlos ausführen.

Bürgermeister Bernhard Gerauer bewertete die Entscheidung von M-Net als Glücksfall für den Raum Hinterskirchen. Es wäre wünschenswert, wenn möglichst viele Haushalte jetzt einen Auftrag für den Glasfaseranschluss erteilen. Die Mitglieder des Gemeinderates werden möglichst viele Hauseigentümer aus dem Hinterskirchener Raum über diese Situation persönlich informieren, weil erfahrungsgemäß auf die Anschreiben von Versorgungsunternehmen nicht immer reagiert wird. Er machte darauf aufmerksam, dass der Breitbandaus die Gemeinde auch den kommenden Jahren noch beschäftigen wird.

Im weiteren Verlauf der Sitzung waren Notariatsurkunden und ein Bauantrag sowie ein Zuschussantrag zu behandeln. Dritter Bürgermeister Anton Maier informierte zum Thema Asylbewerber in Neufraunhofen über ein Gespräch der ehrenamtlichen Helfer mit der Ehrenamtskoordinatorin Christiane Seiffert vom Landratsamt Landshut. Abschluss fand die Sitzung mit einem nichtöffentlichen Teil.

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